Reisgericht

Das Gemälde des US-Amerikanischen (ehem. chin. Staatsbürger) Malers und Systemkritikers Lyn-Chu Steeds zeigt eine Verhandlung vor dem Reisgericht in Beijing. Seinen unrühmlichen Namen erlangte die Institution nach Mao Tse-Tungs Kampagne „Grosser Sprung nach vorn“, in der die Bauernschaft ausgebeutet wurde.

ReisgerichtDieses hatte unter anderem die sogenannten „Reisfehden“ zur Folge, in denen sich benachbarte Bauern bekriegten, um wenn irgendmöglich ihr Überleben zu sichern. Die daraus resultierenden Wirren wurden zumeist vor diesem Gericht ausgetragen. Auch klagten viele Bauern hier gegen Ihre Enteignung durch den Staat. Jedoch blieben Verhandlungen vor dem Reisgericht gemeinhin ohne jede Folge, was später auch das bekannte deutsche Sprichwort „…oder in China fällt ein Sack Reis um.“ prägte.

Nach seiner Emigration in die Vereinigten Staaten erlangte er mit diesem Werk grosse Anerkennung, jedoch blieb das Reisgericht das einzige Werk welches über Insiderkreise hinaus bekannt wurde. Das Bild hat die Maße 80 x 56 cm.

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